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Mittwoch, 1. Mai 2019

Seyðisfjörður - Breiðdalsvík

Heute Morgen hatte es zunächst noch dichten Nebel, weshalb wir mit dem Frühstück ziemlich rumgetrödelt haben. Es war dann schon nach 10.00 Uhr, als die Sonne raus kam und es gleich wieder richtig warm wurde.
Wir konnten unsere 2. und 3. Tasse Kaffee in der Sonne draußen genießen bei absoluter Windstille.
Es war dann auch schon 10.30 Uhr, bis wir mal endlich losgefahren sind. Im Hafen lag neben der Fähre nun noch ein großes Boot der Küstenwache.
Wir gesagt, wieder traumhaftes Wetter aber in Richtung des Passes nach Egilsstaðir hing der Nebel noch richtig heftig.
Es war auf dem Weg dann auch bald vorbei mit dem schönen Wetter und wir fuhren in dichte Suppe mit einer Sichtweite von teilweise unter 50 Metern.
 Von der nächsten halben Stunde gibt es deshalb auch keinerlei Bilder. Ihr hättet eh nur eine weiße Wand gesehen.

Vor Egilsstaðir sind wir nach links auf die N1 in Richtung Reyðarfjörður abgebogen. Hier geht es auch noch einmal über einen Pass mit der selben Suppe. Auf der Abfahrt von der Passstraße kam dann aber plötzlich wieder die Sonne raus, nur dass es hier wesentlich kälter war und vor allem kräftigen Wind hatte.
Die Nebelwolken wabberten dann immer mal mehr oder weniger über die Straße, aber insgesamt war es wieder traumhaft schön.





 Die N1 biegt schon 2 km vor dem Ort Reyðarfjörður nach rechts ab. Wir sind nur aus Neugier mal in den Ort gefahren, wo es am Ortseingang auch einen Campingplatz und insgesamt 3 Tankstellen gibt.

Wenn jetzt jemand fragt, warum ich immer Zapfsäulen fotografiere liegt das daran, dass ich jemand versprochen habe, in Island mal auf den aktuellen stand der AdBlue -Versorgung zu schauen. Hier in Reyðarfjörður gab es zumindest an der einen Tankstelle, an der wir genau geschaut haben, ein entsprechende Zapfsäule mit einem Preis von unter 1 Euro/Liter.

Damit war dann auch klar: Der Kanisterkauf auf den Färöer war eine glatte Fehlinvestition. Sauerei beim Einfüllen und 2 Euro/Liter, das wäre hier billiger gegangen.
 Wenige Kilometer hinter Reyðarfjörður sind wir vor dem Tunnel von der N1 nach links auf die 955 in Richtung Vattarnes abgebogen.
Die Straße wechselt zwischen Teer und Gravel, ist aber sehr gut zu fahren.

Weil wir die Verkehrsschilder recht lustig fanden, haben wir mal einige fotografiert und setzen die Ausbildungsreihe zu den Verkehrszeichen in Island ggf. zu einem späteren Zeitpunkt fort:

Hier mal die Einbreið Brú, was für einspurige Brücken steht. Die Zweibreið Brú werden nicht besonders ausgeschildert,

Auf der 955 ist man im Gegensatz zur N1 relativ einsam unterwegs und kann vor allem überall anhalten, wo es einem gefällt. Das ist auf der N1 echt schwierig, da nur sehr wenige Parkplätze vorhanden sind und die Einheimischen echt begeistert sind, wenn man mitten auf der Fahrbahn stehen bleibt, um ein Foto zu machen.
Es gab wieder überall Wasserfälle, die natürlich fotografiert werden müssen, Wenn ihr keine mehr sehen könnt, dürft ihr die Bilder einfach überspringen.
Der hier z.B. heißt Strandará, vermutlich der Name des Flusses. Die anderen Wasserfälle werde ich nicht alle namentlich vorstellen.


Wie man deutlich sehen kann, war das Wetter meistens recht schön. Bei den Temperaturen hatten wir heute alles von 2 bis 11 Grad, je nach Nebelsuppe. Hier muss aber auch mal erwähnt werden, dass die Gradzahl absolut gar nichts über die gefühlte Wärme aussagt. 6 Grad, windstill und Sonne ist T-Shirt-Wetter, während 11 Grad mit Wind mindestens 3 Jacken braucht.
Und noch was für die Führerscheinprüfung.

Der allgegenwärtige BLINDHÆD, das Schild, das unübersichtliche Kuppen anzeigt.


Der linke Gaul hat nur so getan, als hätte er uns gesehen.
Aber er hat die Haare schön.



Auffallend ist, das ein Großteil der einsamen Höfe, die man entlang der Strecke sieht, verlassen sind und vor sich hin gammeln.








Die 955 führt dann irgendwann wieder auf die N1, wo wir weiter in Richtung Süden gefahren sind. Es hatte immer wieder mal dicke, schwarze Wolken. Es kam aber auch immer wieder die Sonne raus,

Hier in Stöðvarfjörður gibt es eine Ausstellung von Steinen, die die 2012 verstorbene Petra ihr Leben lang gesammelt hat.

Da sind richtig schöne Sachen dabei und wir haben uns das auch trotz eines  Eintrittspreises von 11 Euro pro Person angeschaut.







Wie man sieht, hat sie nicht nur Unmengen von Steinen gesammelt sondern auch so ziemlich alles andere: Kugelschreiber, Streichholzschachteln, Briefmarken, Kaffeetassen und und und





Nach dem Sammlerhaus sind wir auf  der N1 nach Breiðdalsvík gefahren. Es war zwar erst 15.00 Uhr aber wir wollten uns den ausgeschilderte Campinplatz mal anschauen.

Das ist der hier von der ganz einfachen Art. Er gehört zum davorstehenden Hotel Bláfell, verfügt über 6 Stromanschlüsse und dieses kleine Toilettenhäuschen.
Duschen gibt es da drin nicht.
Da wir hier alleine waren, haben wir uns mitten auf den Platz gestellt und haben dann mal im Hotel gefragt, wie es mit der Bezahlung ist. Da hängt eine Preisliste mit 1000 Kronen pro Person/Tag und 800 Kronen für Strom, zusammen rund 20 Euro. Man meinte dann nur lapidar, der Platz sei offiziell im Moment nicht geöffnet und wir könnten da so hinstehen und Strom nehmen, kostet nichts.

Dann kam auch nochmal richtig die Sonne raus, so dass wir noch eineinhalb Stunden raussitzen konnten. Als dann jedoch die erste Wolke vor die Sonne zog, war es gleich ziemlich frisch und wir haben uns ins Auto verzogen.

Kostenloses Wlan haben wir hier auch durch das Hotel. Draußen hat das ganz gut funktioniert. Im Auto ist es etwas schwierig, Zum Blog-schreiben musst ich aufs Bett liegen und den Laptop ans Fenster legen, damit ich Verbindung hatte.

Ach ja: Und da heute ein neuer Monat beginnt, kam auch gnädigerweise die SMS meines Providers, dass die Roaming-Sperre wieder aufgehoben ist. Wie haben jetzt also auch wieder 3 GB Datenvolumen für den Mai versuchen aber natürlich, möglichst oft ein WLan zu nutzen, damit uns nicht wieder eine Sperre ereilt. Das Hochladen der vielen Blogbilder frisst schon einige Daten, so dass wir in früheren Urlauben, wo wir nur über Datenvolumen geschrieben haben, meist so 5 GB im Monat gebraucht haben.
Es ist hier jetzt 20.30 Uhr und von Dämmerung keine Spur. Der Himmel ist immer noch überwiegend blau aber jetzt geht ein eiskalter Wind.

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